Im Schnitt 10 Euro musste laut Statistik der Stadt Leipzig man 2024 pro Quadratmeter im Monat an Gesamtmiete zahlen. Im Jahr 2000 waren es noch 6,39 Euro....
Im Schnitt 10 Euro musste laut Statistik der Stadt Leipzig man 2024 pro Quadratmeter im Monat an Gesamtmiete zahlen. Im Jahr 2000 waren es noch 6,39 Euro. Leben in Leipzig bedeutet: Miete auf Westniveau zahlen, ostdeutsches Gehalt beziehen. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Lohnabhängiger hier eine bezahlbare Wohnung findet. Die Zahl der Wohnungslosen steigt, ebenso wie die der Wohnungsnotfälle. Junge Familien, Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner, Studierende - man sucht sich dumm und dämlich. In ihrem aktuellen Sozialreport gesteht die Stadt Leipzig selbst ein, dass der Bestand an Sozialwohnungen nicht dem Bedarf entspricht. In ganz Sachsen fehlen mindestens 48.000 Sozialwohnungen.
Schaut man sich die Dauerbaustelle des neuen Stadtteils Löwitz, direkt hinter dem Hauptbahnhof an, oder seit Jahren leerstehende Genossenschaftswohnblöcke, wie etwa der in der Breisgaustraße in Grünau, wird schnell klar, wo das Geld des Sondervermögens dringend benötigt wird: Für sozialen Wohnungsbau, für die Instandhaltung von kommunalem Wohnraum und eine städtische Infrastruktur, durch die man auch in jenen Vierteln angebunden ist, die nicht hip und zentral gelegen sind.