Essen Frohnhausen ist der meist besiedelte Stadtteil in Essen. Über 33.000 Menschen leben hier (insgesamt hat Essen etwa 590.000 Einwohner). 17 Prozent...

  • 15. Juni 2026
  • 45144 Essen

Essen Frohnhausen ist der meist besiedelte Stadtteil in Essen.

Über 33.000 Menschen leben hier (insgesamt hat Essen etwa 590.000 Einwohner). 17 Prozent davon sind unter 18 Jahren.

Man möchte meinen, dass die Stadt Essen gerade hier in Kinder- und Jugendarbeit investiert. Weit gefehlt.

Das letzte städtische Jugendzentrum der Gegend wurde 2011 geschlossen – nach über 45 Jahren guter Kinder- und Jugendarbeit für den Essener Westen.

Die Stadt Essen versprach damals, ein Alternativangebot für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt zu schaffen.

Aber daraus ist nicht viel geworden. Der geplante Ort ist ein Konzert- und Eventraum geworden, den man für teuer Geld mieten kann, wo aber keine offene Kinder- und Jugendarbeit statt findet.

Und nun schließt auch noch das APO Haus. Die evangelische Kirche hat über 60 Jahre im Stadtteil für einen offenen Raum gesorgt, Proberäume für kleines Geld angeboten & Kindern aus sozial schwachen Elternhäusern ein warmes Mittagessen angeboten.

Der Grund der Schließung: zu hohe Sanierungs- und Unterhaltskosten.

Wir fragen uns an der Stelle: Warum springt die Stadt nicht ein?

Gerade für Jugendliche scheint in Essen Frohnhausen wenig Platz zu sein.

Die Stadt scheint kein Interesse daran zu haben, in Kinder und Jugendliche zu investieren. Sie setzten lieber weiter den Rotstift an und streichen gerade an sozialen Angeboten.

Angeblich wäre kein Geld da. Das Geld genug da ist, sehen wir doch im Bundeshaushalt.

Da ist es kein Problem, ein Sondervermögen für die Bundeswehr zu beschließen.

Dort ist es aber auch kein Problem, weitere Kürzungen im Gesundheits-, Bildungsbereich und in der Daseinsfürsorge zu beschließen.

Das Sondervermögen kommt aus genau diesen Töpfen. Und auch aus den Kommunen.

Jahrzehntelang wurden Kommunen kaputt gespart, müssen sich unter Haushaltssperren stellen (in Essen passierte dies sogar freiwillig) und sorgen dann nur noch für das nötigste ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Das zu Ändern gelingt nur gemeinsam.

Gemeinsam müssen wir um bessere Daseinsfürsorge, bessere Kinder- und Jugendarbeit und einen lebenswerten Stadtteil kämpfen.

Also fragen wir uns:

Wo bleibt unser Jugendzentrum?

Wer das mit uns gemeinsam machen will, kann uns gerne kontaktieren.

suedwest.essen@dkp.de

 

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