Das fragen wir auch in Tempelhof-Schöneberg. Seit zwei Jahren ist das Stadtbad Schöneberg geschlossen – wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten. In einem...

  • 13. April 2026
  • 10827 Berlin

Das fragen wir auch in Tempelhof-Schöneberg. Seit zwei Jahren ist das Stadtbad Schöneberg geschlossen – wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten. In einem Bezirk wie Tempelhof-Schöneberg mit mehr als 330.000 Einwohnern stehen für Schwimmunterricht, Freizeitbaden, Schwimmsport usw. seit dieser Zeit nur zwei  Bäder zur Verfügung: das Stadtbad Tempelhof und die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg.

Wen wundert es da, dass mehr als die Hälfte der Kinder die Grundschule verlassen, ohne sicher schwimmen zu können? Jeder fünfte Sechs- bis Zehnjährige kann überhaupt nicht schwimmen. Und das, obwohl Schwimmunterricht fester Bestandteil des Lehrplans ist.

Wer schwimmen gelernt hat, muss die Möglichkeit haben, in seiner Freizeit oder im Verein schwimmen zu gehen, und das ist bei zwei Bädern in einem Bezirk der Größe Tempelhof-Schönebergs nur sehr eingeschränkt möglich.

Warum werden die Arbeiten im Stadtbad Schöneberg nicht zügiger durchgeführt? Fehlt es am Geld? Geld ist doch da, sollte man meinen, denn 2025 hat der Bundestag mit Hilfe einer Grundgesetzänderung Hunderte Milliarden Sonderschulden beschlossen,  für allem für grenzenlose Aufrüstung – aber einen Teil auch für Investitionen in die Infrastruktur.

Doch von dem Geld kommt in Ländern und Kommunen nichts an. Gigantische Summen werden für das Militär ausgegeben, während die Situation bei uns, wo wir leben, immer schlechter wird.

Deshalb fragen wir: Wo bleiben die Milliarden für die Investitionen in die Infrastruktur?

Mit unserer Tafel am Bauzaun, der das Gelände des Stadtbades Schöneberg umgibt, zeigen wir auf, wo das Geld fehlt, das in die Rüstung fließt: z.B. hier, im Stadtbad Schöneberg.

Organisator:

DKP Tempelhof-Schöneberg