Aus: Der rote Postler. Betriebszeitung der DKP Betriebsgruppe Post, Kassel, 9/2026 Wo das Geld fehlt ... Die Post muss sparen, wir dürfen keine 15...
Aus: Der rote Postler. Betriebszeitung der DKP Betriebsgruppe Post, Kassel, 9/2026
Wo das Geld fehlt ...
Die Post muss sparen, wir dürfen keine 15 Minuten mehr länger machen, Abmahnungen weil Leute zu spät kommen, der CheckOut-Kontrolletti-Posten wird wieder eingeführt damit die Benachrichtigungs-quote sinkt, in den Autos fallen die Türen ab oder die Innenverkleidung löst sich auf. Besonders häufig werden weder Reifen überprüft noch gewechselt. Dabei hat doch der Bereich Post und Paket Deutschland im ersten Halbjahr 135 Millionen Euro Gewinn gemacht. Es wäre also Geld da, Autotüren zu reparieren oder uns die 15 Minuten Pufferzeit zuzugestehen oder blödsinnige Abmahnungen zu unterlassen.
Die Frage bleibt: Wo ist das Geld hin? Und warum entscheiden nicht die Postler und nicht die Kunden und auch nicht die kleinen Selbstständigen in den “Partner”-Filialen, so es hingeht, sondern irgendwer in Bonn?
Machen wir das mal grundsätzlich: Die Gewinnzahlen heißen EBIT, also Earnings before Interests and Taxes, auf deutsch Gewinn vor Dividenden und Steuern. Von dem, was wir erwirtschaften geht also ein großer Batzen Geld direkt aus dem Unternehmern in die Taschen der Aktionäre. Die haben im übrigen noch nie einen Brief weggebracht. Ohne sie könnten wir viel besser arbeiten.
Aber gehen wir dem Geld weiter nach: Was macht DHL mit dem Geld, was sie im Unternehmen belassen?
DHL exportiert Kapital!
Wie aus obiger Karte klar wird, baut DHL Fluglinien und Straßenrouten aus, hier rund um den Iran. Aus Leipzig wird zB das zionistische Isreal mit Waffen für seinen Genozid beliefert - daran verdient DHL und wir kriegen dafür die Repression für Friedenskräfte ab, denken wir an den “Fall Christopher”. Die anderen eingezeichneten Routen dienen ua der US-Armee, die dort ihren völkerrechtswidrigen Krieg gegen die islamische Republik Iran führt. Seht euch dazu den “Road Service” und das “Road Network” an, dass die Nachschublinien für Raketen, Drohnen und andere Munition darstellt. Überall dort kauft DHL Lager- und Logistikflächen und kauft vor Ort auch Arbeits-kraft, also Kolleginnen und Kollegen von uns - die dann ins Kreuzfeuer der berechtigten iranischen Abwehr geraten.
Deswegen wird bei uns der Sparzwang angesetzt: Das Geld muss fließen zB in den Nahen Osten, wo man Israel bei seinem Ausrottungsfeldzug unterstützt und der US-Armee beisteht. Gegen diese Sauereien, die letztlich immer den vollen Taschen der Aktionäre und deren Aufteilungen der Welt dienen, müssen wir uns mit der Friedensbewegung zusammen tun. ZB. indem wir kaputte ZSPs, fehlende Filialen und weggesparte Zusteller an unten stehende Aktion melden. Gemeinsam können Arbeiter- und Friedensbewegung DHL und seine Machen-schaften in die Öffentlichkeit zerren.