Bereits ein mit modernster Technik konventionell geführter Krieg vernichtet, neben den unmittelbaren Wirkungen auf Leben und Gesundheit von Menschen, Industrie und überlebensnotwendige Infrastrukturen. Mündet er in einen großen nuklearen Krieg, dann wird darüber hinaus das gesamte Land zerstört und radioaktiv auf Jahrhunderte verseucht.

Explodierende und brennende Chemieanlagen, Erdölraffinerien, Munitionsfabriken, Treibstoff- und Chemikalienlager setzen enorme Mengen giftiger Abwässer und gefährlicher Schadstoffwolken frei. Das führt zur Vergiftung von Grundwasser, Flüssen, Talsperrenwasser, Seen und Böden.Zerstörte stillgelegte oder noch betriebene AKW führen zur radioaktiven Verseuchung. Hinzu kommt der mit den Kriegsfolgen verbundene weitere Verlust von vielen Tier- und Pflanzenarten. Alles zusammen wird zur existenziell bedrohenden Gefahr.

Allein ein konventionell geführter Krieg lässt in Ballungs- und Industriegebieten und in deren weiten Umkreis beim Anbau u.a. von Gemüse, Obst, Getreide, Zuckerüben, Kartoffeln auf den vergifteten Böden keine Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln mehr zu. Das gilt auch für die Tierhaltung auf solchen Weideflächen oder für Wiesenmähgut als Futter.Kommt es zum Atomkrieg, dann macht die landesweite radioaktive Verseuchung keine oder kaum noch eine Tier- und Pflanzenproduktion mehr möglich.

Die Gewinnung von Trinkwasser aus vergifteten Oberflächengewässern und Grundwasser führt – soweit noch möglich – zu hohen Kosten für die Aufbereitung. Vielerorts ist im Trinkwasser von gefährlichen Stoffen ausgehen, die gesundheitliche Gefahren mit sich bringen.

Große Waldgebiete können durch Funkenflug in Brand geraten und ihre klimaschützende Funktion verlieren. Zudem wird die Schädigung und Vergiftung von Waldökosystemen mit Schadstoffen zu weniger Baumwachstum und damit zu weniger Holzproduktion führen. Wichtige Naturschutzgebiete werden unwiederbringlich geschädigt durch den Verlust der Artenvielfalt.